Er ist ein Titan...
...ein echter Titan.
Es ist natürlich von niemand anderem als der
Laughing Goat die Rede:

(Man beachte auch Mr.T, jenen Kenner der Deutschen Sprache!)
Er liebte das Essen...
(Der Muschelblick soll auch ab und an des morgens ohne Muschel gesichtet worden sein, aber das ist bestimmt nur Gerede...)
...das intellektuelle Gespräch...
...und die Frauen.
Dabei nahm er keine Rücksicht auf Alter oder Herkunft ...
...es war auch egal, ob die Liebe erwidert wurde...
...gut, manchmal hat er es ein wenig übertrieben...
...aber sein Humor ist immer eingeschlagen...
Es ist traurig, aber wahr:
Vietnam hat seine beste Ziege verloren...

(...und Lena die gemüddelichste Option um zur Klinik zu kommen...)
Es bleibt uns nur noch zu sagen:
May she laugh forever!
ps: Lena wir wissen genau, was Du immer noch nicht getan hast!
piinops am 11. Januar 11
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Chinatown...
Unser Besuch bei KC in Malaysia hat uns zuerst in KC's Heimat
Malakka geführt. Malakka ist einer der kleineren malaysischen Bundesstaaten im Süden Malaysias mit der gleichnamigen Hauptstadt Malakka.
Etwa die Hälfte der 700.000 Malakkaner wohnt in der Hauptstadt, die nacheinander unter portugiesischer, holländischer und englischer Herrschaft gestanden hat, bevor Malaysia 1963 unabhängig geworden ist.
War Malakka einstmals ein begehrter Hafen für den europäisch-asiatischen Handel, ist es jetzt eher eine Touristenhochburg, die von vielen Malaysiern, Indonesiern und Singapurern bereist wird.
Es lohnt sich ja auch, immerhin ist der Laden Weltkulturerbe, und die vielen verschiedenen Kulturen - sowohl aktuelle als auch vergangene - haben die Stadt in ansehnlicher Weise geprägt.

(Das ist selbst für asiatische Verhältnisse farbenfroh und verfügt über tolle Soundeffekte...)

(St. Francis Xavier, der seit 400 Jahren geduldig (und einhändig) vor St.Pauls Kirche steht)
Außerdem gibt's direkt vor der Tür die Möglichkeit kultivierten Regenwald zu begehen, dabei Affen zu ärgern und das dauerhafte Gezirpe unter dem Blätterdach auf sich wirken zu lassen. Mini KC und wir waren beeindruckt, der Rest der Reisegruppe sah das gelassener.

(Spielplatz im Dschungel)
Wir haben uns dann noch Little Malaysia angeschaut, wo man Nachbauten von traditionellen malaysischen Hütten begucken konnte. Besonders beeindruckend war die Variante "Hütte-die-ein-Dorf-ist", die auch heute noch im Osten Malaysias zum Einsatz kommt.

(Normalerweise noch größer, aber es soll ja auch ein ganzes Dorf reinpassen...)
So, der Reptilienzoo soll auch nicht vergessen werden, immerhin haben wir ein paar interessante Funde gemacht:

(Ich mag Krokodile einfach...)

(Der seltene Kuschelschlangenstil, furchteinflößend...)
Unsere Hauptmission in Malaysia war aber die Terminierung von Essen, man muss dazu wissen, dass die malaysischen Chinesen gerne und viel essen, normalerweise zwischen 4 und 6 Mahlzeiten am Tag.
Wir hatten also die Gelegenheit die Creme de la Creme der chinesischen Restaurants in Malakka mit KC auszuprobieren und können aufrichtig behaupten, dass wir niemals in unserem Leben so satt waren, wie nach 2 Tagen Malakka… :)
Hervorzuheben ist sicherlich das
Satay beim dem man verschiedene Fleisch-, Fisch- und Gemüsesorten an Holzstäbchen in eine scharfe Erdnusssoße dippt und in dieser kochen lässt. Quasi Fondue für Fortgeschrittene…

(Weiß schon, man soll nicht mit Essen spielen…)
So, mit wohlgefüllten Bäuchen ging es dann nach zwei Tagen weiter nach
Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Wo wir uns erst mal eine Hindupilgerstätte - die
Batu Caves - angeschaut haben.
Bisher hatte ich das ein wenig vergessen darauf hinzuweisen, aber einer der tollen Punkte an Malaysia ist, dass die drei großen ethnischen Minderheiten Hindus (Indern), Buddhisten (Chinesen) und Moslems (urstämmige Malaysier) relativ friedlich miteinander leben und auch ihre Tempel in direkter Nachbarschaft stehen.
Gut, die malaysische Regierung hat wohl in den letzten 15 Jahren Gesetze verhängt, die Malaysiern das Leben leichter machen und allen anderen etwas schwieriger, aber für eine kompetente, quasi objektive Meinung zu diesem Thema solltet ihr KC befragen…

(Wir und die riesige hinduistische Göttin)

(Hinduistische Homoerotik auf 272 Stufen – letzteres durch mehrmaliges Zählen sichergestellt …)
Kuala Lumpur selber geizt dann nicht mit Wolkenkratzern und Megamalls und bildete insofern einen hübsch zivilisierten Kontrast zu Vietnam und Kambodscha. Auf der Autobahn mussten wir fast weinen, als KC auf mehr als 100km/h beschleunigte, aber ein Leben ohne Rollerhupen ist natürlich nicht wirklich lebenswert…

(Der rechte Petronas Tower)

(Blick vom KL-Tower über die Stadt)
In Chinatown ist dann alles wieder etwas gemütlicher und nachts – ich liebe Asien – einfach so schön bunt…

(Erst blau…)

(...dann rot… - natürlich nur eine kleine Auswahl!)
Nachdem wir am nächsten Tag noch eine chinesische Teezeremonie mitgemacht haben, hieß es dann schon wieder zurück zum Flughafen. Auf dem Weg haben wir noch
Putrajaya besucht, wohin die Malaysier für ein paar Moneten ihren Regierungsbezirk outgesourced haben.

(Rather beeindruckend…)
Wir haben noch die Putra Moschee besucht, viel über das muslimische Sexualleben gelernt und eine kostenlose Koranübersetzung abgegriffen. Außerdem gab es schicke Gewänder, die durften wir aber leider nicht mitnehmen, obwohl ich mich dran gewöhnen könnte…

(Kurz vor den Toren von Mordor…)

(Dieser Hobbit führt was im Schilde…)
Ingesamt war es in Malaysia total toll, KC hat uns super nett aufgenommen und bewirtet. Das Land ist schön, natürlich ist das Leben nicht so günstig wie in Vietnam oder Kambodscha, aber dafür hat man ordentliche Straßen und Leute die von der Existenz von Verkehrsregeln bereits mal gehört haben.
Next Stop: Laughing Goat
piinops am 09. Januar 11
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Niveaulimbo...
...in Angkor.
Da es für einen seriösen Post über Angkor eigentlich schon zu spät ist, tritt an dessen Stelle das hier...
Unser Angkor-Tag begann um 4.15 Uhr mit dem Aufstehen, da wir gern
Angkor Wat - was Stadt, die ein Tempel ist bedeutet - während des Sonnenaufgangs bestaunen wollten. Unser TukTuk-Fahrer - TukTuks sind das beste auf der Welt, urgemüddelich - hat uns dann auch brav um 4.30 Uhr abgeholt und zu den Tempeln gebracht.
Also warteten wir zusammen mit ca. 400 anderen Schlaubergern auf den Sonnenaufgang. Aber Pustekuchen, der war aufgrund der geschlossenen Wolkendecke heute leider defekt. Aber egal, Kaffee und schicke Fotos gabs ja trotzdem...

(Sonnenaufgangssubstitution)
...und schon waren wir wieder im TukTuk mit Kurs auf
Angkor Thom.

(Restaurationsarbeiten)

(Unser TukTuk samt Fahrer)
Der
Bayon Tempel war unsere erste Station in den Mauern von Angkor Thom, sehr imposant, da Avalokiteshvara
- der kleine Bösewicht - auf 54 Türmchen jeweils viermal abgebildet ist und somit 216 Gesichter den doofen Touristen auf Schritt und Tritt begleiten.

(Was guckst Du?!)

(Verlesung der heiligen Schrift)

(Tempel aus Optimalperspektive nach professioneller Einweisung durch unseren TukTuk-Fahrer)
Auch schön war die nebenan stattfindende vormilitärische Übung für kambodschanische Schüler. Ungefähr 1000 Schüler, die mit Stöcken statt Gewehren – immerhin! – Salutieren und Marschieren üben, sicherlich auch eine großartige Beschäftigungstherapie für Freistunden... :)

(Pfadfinderromantik...)
Danach wurde Phimeanakas noch erfolgreich beturnt und anschließend die Terrasse des Leprakönigs unsicher gemacht.

(Päuschen auf der “verbotenen“ Seite von Phimeanakas)

(Nein, uns ist nicht langweilig...)
Und noch eine unerwartete Begegnung...

(Es kratzt ja auch wirklich...)
Wenige Tempel später erreichten wir die Hauptspielwiese von Lara Croft, den Waldtempel
Ta Prohm.

(Und noch eine glückliche, symbiotische Beziehung...)

(Posen vor dem Larabäumchen)
Also haben wir es uns auch nicht nehmen lassen à la Jolie und Van Damme eine eigene Kampfszene zu drehen. Nagut, der Ausgang war vielleicht vorhersehbar, aber meine Zeit wird kommen! Ok, ok, glaub ich ja auch nicht... :)

(Feinstes Handgemenge...)

(Noch ist nichts entschieden...)

(Nagut, remis?!)
Nach Ta Prohm, das touristisch mindestens so überlaufen ist wie Angkor Wat, haben wir dann den äußerst gemüddelichen (und quasi menschenleeren)
Banteay Kdei besucht. Auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn ich die Garudas (Vogelmenschen) am Eingangstor auch nach eingehender Suche nicht finden konnte.

(Ein ruhiges Plätzchen in der Nähe von Ta Prohm)
Irgendwann wurde unser TukTuk-Fahrer immer nervöser, da wir nicht wie andere Touris zurück ins Hotel wollten für die Mittagspause Also hat er uns zwei Tempel später an einem – zugegebenermaßen sehr netten – Restaurant abgeladen um doch noch seine verdiente Mittagspause zu bekommen.
Der Nachmittag gehörte dann hauptsächlich Angkor Wat und seinen Wandreliefen, die inhaltlich nicht zu kompliziert sind:
1.) Gott mit RIESEN Armee bekriegt sich mit Dämon mit etwas kleinerer Armee.
2.) Gott gewinnt und...
a. Befreit Frau.
b. Begnadigt Dämon.
c. Erringt irgendetwas Großartiges.
Die Leute früher wussten also schon was gut ist!
Problematisch wurde es dann noch mal mit der Zeit, da 2h nicht übertrieben viel sind für Angkor Wat. Und man den Sonnenuntergang nun mal am besten woanders anschaut. Aber dank dem mutigen Einsatz unseres (nervösen) TukTuk-Fahrers und einer sauberen Überholperformance am Hügel zum Ta Prahm Kel gabs doch noch nen schicken Sonnenuntergang.
Fazit
13 Stunden (in Angkor) und 850 Fotos später würde ich sagen, 2-3 Tage Aufenthalt ist auch nicht schlecht um sich die Tempel anzuschauen...
Bilderrätsel

(Irgendetwas ist anders, aber was?)
Next Stop:
Malaysia
piinops am 28. Dezember 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Sommer, Sonne, Sonnenschein...
...was könnt schöner sein?
Legitime Antworten auf diese (zitierte) Frage (aus dem Medizinbereich) referieren momentan nicht auf Deutschland. Macht nix, das wird bestimmt noch bis Weihnachten...
Wir haben uns also ganz konservativ für das Sonnenpackage entschieden und uns auf den Weg nach
Phu Quoc gemacht. Diese kleine Palmeninsel misst etwa 40 km in der Länge und 16 km in der Breite und ist damit Vietnams größte Insel. Der Flug von Saigon dauert je nachdem ob man ein Flugzeug mit Turbine (Hinflug) oder Propeller (Rückflug) fliegt zwischen 35 und 60 Minuten.
Da wir ja noch Kambodscha und Malaysia unsicher machen wollen, haben wir uns dann mal entschieden nur 5 Tage Strandurlaub zu machen. Das passte auch ganz gut, obwohl wir nun nicht mehr dazu gekommen sind, den Norden der Insel, der nun seit einigen Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt ist und von daher schön dschungelig ist, unsicher zu machen.
Nach der Ankunft haben wir es uns erstmal am Strand gemüddelich gemacht, wobei zu so später Stunde ein Eingriff in den (germanischen) Liegenkampf - Liegen waren etwas rar, vor allem Auflagen - nicht mehr wirklich möglich war, aber Sonne gabs ja immerhin satt.

(Es sieht so friedlich aus, denn nun ist alles - für den ganzen Tag - reserviert...)
Am zweiten Tag haben wir uns dann mal unsere Taucherbrillen und Schnorchel geschnappt und das nächstgelegene Riff angeschaut. Das war so lala: relativ viele Fische, miese Sicht, Pflanzen wirkten etwas müde, Einsiedlerkrebs wollte nicht aus
unserer Muschel, Sonnencreme hat leider versagt...
Da wir nun schön rot am Rücken waren und zusätzlich mein Hühnchen am Vorabend wohl nicht ganz koscher gewesen ist, haben wir uns am dritten Tag überlegt, nicht am frühmorgendlichen Reservierungskontest teilzunehmen und lieber einen schönen Bungalow Tag zu machen - da ist auch die Toilette nicht so weit...
Zum Glück gings dann abends schon wieder besser und einem Spaziergang am Strand stand nichts im Weg.
Aus moralischen Gründen haben wir dann auch am 4. Tag die Liegen Liegen sein lassen und lieber ein bombastisches Frühstück im nahe gelegenen Luxus Resort zu uns genommen um im Anschluß die Insel per Motorbike zu erforschen. Meine solide Roller-Ausbildung - einmal ein paar Minuten auf dem Roller meines Onkels - sollte uns dabei wenig stören, denn so ein Automatik Roller hat glücklicherweise die Dynamik eines modernen Rasenmähers, Gas geben und Bremsen und am besten nirgendwo gegen fahren.

(On the road...)
Die Phu Quoc Insel ist auf jeden Fall super zum Fahren üben, da es im Wesentlichen nur ein paar andere Motorbikes und ab und zu mal einen Laster gibt. Die Straßen sind sandig, aber schön breit und ab und zu sind ein paar Gimmicks eingebaut damit es nicht langweilig wird:

(Kuhblockade)

(Solide Brücke)
Nach 5h Motorbike fahren haben wir es dann gerade noch pünktlich zum Sonnenuntergang zum Strand geschafft um ein paar prollige Fotos zu machen:

(Sonnenuntergang ohne Handstand...)

(und mit... - Übergepäck ist später mit Paintshop hinzugefügt worden :) )
Am nächsten Tag gings dann wieder nach Hause nach Saigon, wo wir
(genauso wie bei unseren nächsten beiden Kurzaufenthalten in Saigon) bei Marianne - Dankeschön! -
Coachsurfen. Auf jeden Fall ein tolles Konzept, wen's interessiert, einfach mal den Link anschauen!
Next Stop:
Angkor
piinops am 19. Dezember 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Nachsitzen, bidde!
So ist das halt, wenn man seine Hausaufgaben nicht macht, den Nachbarn mit dem Edding anmalt und ihm noch einen liebevollen Tritt hinterher gibt, aber dazu später mehr...
Heute gehts zur
German International School (
GIS), denn ich habe endlich mal daran gedacht den Fotoapparat nicht nur einzupacken, sondern ihn dann auch in der Schule zu benutzen. Außerdem gibt es zur Zeit schönste Weihnachtsdeko zu bestaunen.
Die etwa 40 minütige Busfahrt führt mich wie jeden Morgen durch das Rollermeer der Saigoner Rushhour...
...bevor mir unser immer gut gelaunter Wachmann das Tor öffnet, was zwar nicht notwendig wäre, aber ich habe es aufgegeben ihn davon zu überzeugen, zumal es ja auch nett ist, so empfangen zu werden.
Mein Schultag beginnt mit Mathe, was viel Potential für Reibereien (und Diskussionen) mit sich bringt, immerhin hat heute
fast jeder
fast alle seine Hausaufgaben gemacht, so dass ich vorerst keine Sanktionen verhängen muss.
Da aber das Thema Brüche aus Sicht meiner
Chaosfraktion - 1/3 der Schüler, also 2 ;) - erstens langweilig und zweitens "so kurz vor Weihnachten" sowieso überflüssig ist, kommt es nach kleineren Gefechten mit erzwungenen Kampfpausen ("Aber ... hat mein Ergebnis doch auch wegradiert...") zur
- eingangs erwähnten- Hauptschlacht bis die
selige Ruhe des Friedensschlußes einsetzt...
("Was schon wieder keine Mittagspause? Das ist aber unfair, ich hasse Mathe..." - Ja, Mathe macht halt einfach Spaß, gut, es ist ja auch schon die dritte Mittagspause in Folge... ;) )
Aber so ist gut gemachter Matheunterricht halt. Wenn er erstmal bis in die Herzen (und Köpfe) der Schüler eingedrungen ist, kann er den ganzen Menschen (Schüler) verändern und dort wo vorher nur Monster und Gewalt waren, entsteht etwas
seltsames wunderbares Neues...
...von dem der eine oder andere gar nicht mehr lassen kann...
Nach so viel Mathe, nun ein paar versöhnliche Impressionen vom
- weihnachtlich geschmückten - Schulhof:

(Der Haupteingang)

(The Little Ones. Klein, aber nicht ungefährlich...)
Völlig unverständlicherweise verbringen die Kleinen ihre Pausen damit
Kampfkreisel nach (ziemlich) willkürlichen Regeln gegeneinander antreten zu lassen, ich meine A-Zerschlagen und Räuber und Gendarme waren vielleicht nicht das Gelbe vom Ei, aber das ist wirklich beknackt...
Aber zum Glück gibt es auch noch ganz klassische Betätigungen. Die Jungen spielen Fußball...
und die Mädchen machen irgendetwas Komisches, was Mädchen halt so machen?! ...
Und auch ich langweile mich nicht...

(Die Handschrift des Puppenspielers...)
Natürlich möchte ich euch die schönste Zeit des Tages
- naja, abgesehen vom Mittagessen - nicht vorenthalten. Voila, der Schachunterricht:
Und dann geht es mit dem Bus wieder nach Hause...

(So siehts noch recht harmlos aus...)

(...das macht schon mehr Eindruck!)
Finally...
Ein Artikel der mit
Mathe Gewalt begonnen hat, sollte thematisch konsistent enden. Der
Mathematikadventskalender ist wieder da und ist auf jeden Fall einen Blick wert. Also, los gehts, entweder googeln oder einfach den Link in unserer Linkliste benutzen!
piinops am 03. Dezember 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Cheapest price in town...
...war unsere Tour ins Mekong-Delta nach genauer Analyse dann doch nicht, aber egal im Endeffekt gilt ja doch wieder der Grundsatz "same same" und dann passt es schon...
Unser erster Halt war das auch als „Tor zum Mekong Delta“ bekannte
My Tho, das uns bei bedecktem Himmel mit einem eher verschlafenen Floating Market
– hier das schwimmende Metro Äquivalent für den Großhändler – empfing. Interessanter war dann schon die Reisweinherstellung und das Probieren des gepimpten Reisweins mit Schlangenzugabe („It’s good for the tail“). Glücklicherweise wird das Gift durch den Alkohol neutralisiert…

(Nicht lecker, aber zumindest nicht tödlich…)
Um unser Mittagessen zu bekommen mussten wir dann nach gemütlichem Schippern auf den Seitenarmen des Mekong River nochmal richtig arbeiten…

und auch nachdem Essen war die Schufterei nicht zu Ende…

( Hier wird brav gekreuzt… )
[100% ungestellte Fotos, nicht dass der Verdacht aufkommt, wir würden hier nur Urlaub machen… ;) ]
Ein paar Flusskilometer später, erst per Paddelboot und dann mit dem üblichen Touristenkreuzer, erreichten wir Vinh Long, wo uns vor allem der Markt beeindrucken konnte. Ein fließender Übergang von Obst zu Müll:

(Gibt’s auf die äußeren Wurzeln Rabatt?!)
Fix ging es mit dem Bus weiter nach
Can Tho, der mit 330000 Einwohnern größten Stadt des Mekong-Deltas. Das Hotel rangiert zwar weit oben in unserer Rangliste der miesesten Absteigen in Vietnam
– streng genommen auf Platz 2, nur geschlagen von der schwimmenden Touristenfalle in der wir die nächste Nacht verbringen sollten - , war aber im Tourpreis inbegriffen und hatte zumindest WLAN und ein sauberes Fernsehprogramm.
Can Tho selber ist eine hübsche Stadt, die – wenig überraschend – direkt am Ufer des Mekong River liegt und die schönste Promenade besitzt, die wir bisher in Vietnam zu Gesicht bekommen haben. Nun ein paar Schnappschüsse von der Stadt inklusive dem deutlich belebteren Floating Market.

(Original und Fälschung)

(Frühstück um 6.30 Uhr am Mekong River. Diese Tour ist kein Wellness Urlaub…)

(Bananen verkaufen statt Schule. Hoffentlich ist das nur ein Praktikum…)

(Mitten im Floating Market)
Aus der Kategorie „Was wir an Vietnam vermissen werden…“, heute:

(
Ananas am Stil)
Interessant war auch der anschließende Besuch in der Reisnudelproduktion. Reisnudeln gibt’s in Vietnam den ganzen Tag über in allen möglichen Variationen, vorzugsweise in
Phò´ - Pha ausgesprochen, sonst wird man mitleidig angeschaut –, wobei es sich um eine würziges Süppchen handelt das oft Fleisch- und/oder Fisch enthält und das wichtigste vietnamesische Grundnahrungsmittel darstellt.

(Reispapier beim Trocknen. Dieses wird später zu Reisnudeln zerschnitten.)
Nebenbei: Vietnam ist – bzw. war – zweitgrößter Reisexporteur der Welt, da es Thailand dieses Jahr etwas „stürmisch“ erwischt hat
- wie unser Guide glücklich erzählte - ist Vietnam nun auf dem geteilten ersten Platz…
Letzter Halt unseres Mekong Trips war
Chau Doc, das direkt an der kambodschanischen Grenze liegt und Heimatort verschiedener Minderheiten – Cham, Khmer, … - ist. Wir haben dann auch eine Siedlung der Cham besucht, die ursprünglich aus dem Hochland in der Mitte Vietnams stammen und zu der Minorität der Islamanhänger in Vietnam gehören.

(Ein Cham Fischer bei der Arbeit)
Ein nettes Detail ist, dass jeder Mann bis zu vier Frauen haben darf, bei der Hochzeit aber all seinen Besitz an die Familie(n) der Frau(en) abgibt, für diese Arbeiten und den Namen der Frau(en) annehmen muss. Ich bin mir nicht sicher, ob das Spaß macht…

(Blick aus unserem Floating Wrack durch das (essentiell notwendige) Mückennetz auf den Sonnenaufgang)
Unsere Tour endete mit einer Schifffahrt auf dem Mekong River, der an dieser Stelle ziemlich imposant breit ist. Und da für Sonne(n) und –deck gesorgt war, gab‘s nichts zu meckern, bloß die achtstündige Busfahrt im Anschluss war etwas lang …

(Unser Plätzchen auf dem Sonnendeck)

(Rückblickend war es eine schöne Tour…)
Nachdem Abenteuer Seafood wollten wir diesmal in anderen – konkret: süßeren – Gewässern fischen und haben Froschschenkeln eine Chance gegeben.
(@Benni: Auch Froschschenkel können bei dieser Dekorierung abstinken…)

(Fazit: Tastes like chicken … bloß ein bisschen zäh)
Next stop:
Big mouse
piinops am 30. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Hobbithöhlen...
...Zwergenstollen oder Cu Chi Tunnel, welche für Hanna heimatliche Orte mit gemütlichem Flair sind, können bei einer Körpergröße von mehr als 1,60m schnell etwas bedrohlich wirken...
Doch bevor wir uns ins vietnamesische Auenland begeben, gibts eine Einführung in den
Caodaismus.
Ein echtes vietnamesisches Eigengebräu bestehend aus ein wenig Buddhismus, Laozismus und Konfuzianismus (soweit die asiatischen Zutaten) und einer Prise Christentum -
das Oberhaupt ist der Giao Tong = Papst.
In der Kurzfassung glauben die Caodaisten, dass es drei Phasen in der Geschichte der Menschheit gab. In der ersten Phase berichteten Laotse und andere Gestalten der asiatischen Religionen über den Willen Gottes. Dann kam die Phase in der es Gestalten der großen Weltreligionen taten (Jesus, Mohammed, ...) und nun ist die dritte Phase angebrochen, wo die Geister bedeutender Persönlichkeiten mit den lebenden kommunizieren. Hierzu gehören Johanna von Orleane, William Shakespeare, Viktor Hugo ... -
es ist einfach immer wieder toll was Menschen sich einfallen lassen...
Gegründet wurde dieses interessante Gemisch 1925 in der Nähe von Saigon und etablierte sich bald als kleiner Rising Star am (süd-) vietnamesischen
(Religions-)Himmel. Und wie es sich für eine anständige Religion gehört, waren die Caodaisten bald auch politisch aktiv und verfügten über eine ansehnliche Privatarmee.
Gut, es war dann vielleicht nicht die beste Idee auf Seiten der Amerikaner zu kämpfen, da hätten Victor Hugo et al. mal beratend tätig werden können. Von daher ist die Sekte kurzfristig heimatlos gewesen
-
seit 10 Jahren dürfen sie wieder Tempel besitzen -
und nunmehr entmilitarisiert und -politisiert. Wir haben den Hauptsitz der Caodaisten besucht und die Mittagsandacht angeschaut.

(Der Haupttempel)

(Der dritte Bund mit Gott, inklusive Geister)

(Mittagsandacht: Buddhisten etc. hübsch nach Farben geordnet, auf den Rängen die Statisten...)
Die
Cu Chi Tunnel liegen etwa 70km nördlich von Saigon und bildeten während des Vietnamkriegs einen Unterschlupf für Partisanen. Erste Tunnel wurden wohl schon zu Zeiten des Befreiungskrieges gegen Frankreich ausgehoben, diese waren aber nur Vorläufer für das gewaltige Tunnelnetzwerk -Gesamtlänge ca. 200km auf 3 Etagen -, mit dem die Amerikaner konfrontiert waren. Sämtliche versuche (Bomben, Gas, Spezialeinheiten) der Amerikaner den Laden aufzuknacken, schlugen dann auch fehl. Ob allerdings tatsächlich nächtliche Streifzüge (zu Fuss) bis nach Saigon stattgefunden habe -
wie uns unser Guide weismachen wollte - wagen wir bei der Entfernung mal zu bezweifeln, wäre auch nicht so wichtig gewesen, denn amerikanische Lager waren ja ganz in der Nähe...
Heute ist nur noch ein minimaler Tunnelrest erhalten geblieben - den Touris sei dank - dafür gibt es noch genug Tunnelkinder, die ihren gesamten ersten Lebensabschnitt (bis zu 10 Jahre) unter der Erde verbracht haben. Für die nötige Infrastruktur hatten die Vietnamesen gesorgt, es gab in den Tunneln Schulen, Krankenhäuser, etc. ...
Das die Tunnel für schnittige Vietnamesen und nicht für pummelige GIs konzipiert waren, sieht man ganz gut an den folgenden Bildern:

(Klein, aber...)

(...unproblematisch für diesen Retro-Vietcong. Wir haben dann mal die Finger davon bzw. die Beine daraus gelassen...)
Nun ein paar Gimmicks um den trüben, amerikanischen Alltag aufzupeppen:

(Aua...)

(Aua2 featuring unseren Guide und Lena)

(Viel teurer, lauter und bestimmt nicht so kurzweilig wie Krokodile fischen?!)
Und dann hieß es durch einen 100m langen quasi originalen - gut, sie haben den verbreitert, damit auch Europäer eine faire Chance haben - Tunnel zu robben. Das waren die 40 längsten Meter meines Lebens -
zum Glück gab es alle 20m einen Notausstieg -, ich wusste gar nicht ob ich Platzangst haben sollte oder versuchen sollte zu jammern, weil es so unglaublich anstrengend war... ;)
Hanna hat das natürlich nichts ausgemacht und so kam sie nach 100m frisch und gut gelaunt aus dem Tunnel gekrabbelt:

(Man beachte auch die Ho Chi Minh Faust!)
Schließlich noch das
Best of der amerikanischen Überbleibsel, es soll ja nicht umsonst gewesen sein...
Next stop:
Mekong-Delta
piinops am 25. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Das gemeine...
...vietnamesische Eichhörnchen kommt eher ungewöhnlich daher, aber in einem Land wo man nicht so streng mit dem Essen ist
- "Is this a mouse? It looks like a
rat!"
"Big mouse, big mouse!
Same same!!" ... -
darf man auch hier nicht meckern...
Weiter gehts mit den Cu Chi Tunneln und dem nettesten religiösen Potpourri weit und breit...
piinops am 25. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Monkey Island
Im Zuge des ehrgeizigen Projekts "Studentenbespaßung" der ehrwürdigen Mrs. Ha führte uns unser Weg am letzten Wochenende zu der süd-östlich von Saigon in den Mangrovenwäldern gelegenen Monkey Island. Die enttäuschende Abwesenheit von Guybrush Threepwood wurde schnell durch die vielen niedelitschen Affen
und eine interessante Ausstellung (dilettantisch) ausgestopfter Wildtiere wettgemacht.
(Das wohl erstaunlichste Eichhörnchen der Welt wird nachgereicht, sobald wir das Bild von Martin geschnorrt haben...)
Auch wenn Affen immerhin über ein gewisses kriminelles Potential verfügen und erstaunliches Geschick beim Ausweichen von Geschossen besitzen - Vietnamesen lassen hier keine übertriebene Rücksicht walten - sind
Krokodile natürlich noch viel toller.
Der
Krokodilspaßfaktor potenziert sich gewaltig, wenn man auch noch die Gelegenheit hat, nach ihnen zu angeln...
Gut, hier hätte man auch Affen gewinnbringend einbinden können, aber Hanna hatte (wohl) zu recht Einwände ... ist ja auch in Ordnung, der (Semi-) Aal tat seinen Dienst...

(Almost satisfactory...)

(ok, das ist jetzt gemein...)
Nachdem die Krokodile ausreichend gesättigt waren - soweit mit mageren Aalen möglich - gings für uns zur Fütterung. Da wir mit Vietnamesen unterwegs und eingeladen waren und somit eine Konfrontation mit Seafood unabänderlich war, hieß es der alten Skatspielerweisheit (Ässe, oder Du...) zu folgen und uns in unser Schicksal zu fügen...

(Der Feind...)

(...und sein Ende)
Unnötig verschachtelte Sätze und (weitere) zwielichtige Wortspiele folgen schon bald!
Special Greetings gehen heute an Christina Zwicklbauer Wenzl nach Pocking-City!
piinops am 18. November 10
|
Permalink
|
1 Kommentar
|
kommentieren
Krasse Provokationen...
...naja oder zumindest schon wieder so eine Spamwelle. Nee, nur Spaß ... schön mal von euch zu hören! Einen interessanten
kontinuierlich betriebenen Schachblog - subtil versteckte Manöverkritik - gibts übrigens unter
http://www.jan-gustafsson.de/nc/jans-kolumne/
zu bestaunen...
Aber zurück zum Kerngeschäft...
Ninh Binh
Halong Bay trockengelegt, wie's von den vietnamesischen Fremdenführern angepriesen wird und vielleicht sogar schöner als die feuchte Version - wenn man (Vietnam-) Lena trauen darf -
... wir wollen uns da nicht festlegen, aber schick wars in jedem Fall

und Männer, die mit Füßen rudern, machen einfach Eindruck...

Zeitweise wurde es zwar etwas eng...

...dafür gabs am Ende - wie es sich in Vietnam gehört - noch eine kleine Verkaufsveranstaltung...

(Da warten sie schon, die lieben Aasgeier..)
Ha Noi Hilton
Das ehemalige Gefängnis in Ha Noi, das die amerikanischen GI's liebevoll mit diesem Namen bedacht haben, hat erst den Franzosen gedient um unter unmenschlichen Bedingungen Genossen zu quälen und anschließend jenen Genossen selber, die dann sehr freundlich - darf man der
quasi objektiven Darstellung im Museum glauben - mit ihren amerikanischen Gefangenen umgegangen sind...

(glückliche Amerikaner)

(Party zu Zeiten der Kolonialisierung)
Zum Abschluß noch ein wenig vietnamesische Gruppenmassage, nur die Letzte in der Reihe hat etwas Pech gehabt, da würde sich eigentlich eine Kreisformation anbieten...
Weitere Polemik, die Cu Chi Tunnel - hmmpf, da haben nur Hobbits Spaß - und Monkey Island - Krokodile angeln ist so toll - gibts bald...
piinops am 15. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Hitzewallungen in Vellore...
um unserem Teint auch ein wenig Höhensonne und eine erfrischende steife (HH) Brise zu gönnen... haben wir uns auf 2200 Höhenmeter in Ooty gewagt... ungefähr 400 km von Vellore entfernt, Anreise per Nachtzug.
Die Stadt lockt vor allem durch ein buntes gemischtes indisches Publikum, Ooty steht dieses Jahr auf der Liste der beliebtesten Urlaubsziele Rubrik "Inland" sehr weit oben. Es ist wirklich lustig die indische Vorstellung von einem perfekten Wochenende zu sehen.
Malerische Bergkulisse, fast wie zu Hause. Auch in Ooty.
Abends dann vornehmes Dinner im Kolonialstil, wie es sich für das von den Engländern geliebte Ooty damals gehörte. Mal im Ernst, haben uns wirklich Jahrhunderte zurückversetzt gefühlt und unser Abendmahl bei knisterndem Kaminfeuer eingenommen.
Transportmölichkeiten zurück ins Tal, Dinner fand hoch über Ooty statt, auch standesgemäß...
In Sachen medizinischer Versorgung kann sich Ooty aber durchaus in dem heutigen Jahrhundert behaupten... und das 24/7...
Um den gelungenen Wochenendausflug auch wieder standesgemäß zu beenden... Abfahrt 4 Stunden mit der Nilgiri Blue Mountain Toy Train, wird ihrem Namen völlig gerecht. Haben über die 100 Meter tiefen Abhänge zu beiden Seiten einfach mal hinweggesehen und waren begeistert... malerische Fahrt durch Teeplantagen, schöne Zwischenstopps an kleinen abgelegenen Bergbahnhöfen(Affen inclusive) und so viele verschiedene Grüntöne, wie das Herz begehrt...
jetzt hat uns Vellore wieder im Griff... und damit wieder zurück ins Stadtstudio Saigon und die südamerikanische Außenstelle.
halesuju am 15. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Bachelorettes...
in India! Wir haben heute leider keine Rose für Euch! ;-)
Wollten Euch natürlich unsere sensationellen Beweisfotos unserer Graduation Feier nicht vor enthalten. Wurde feierlich "umrankt" von einer 40 m langen Jasmin-Blüten-Girlande, getragen von den final year medical students... dann natürlich obligatorisches, fast amerikanisches Gruppenfoto, es könnte sein, dass wir eher schwer im Gegenlicht zu erkennen sind. Heißer Tipp: 3 Reihe mittig, hinter dem indischen Brillenträger mit roter Schärpe! War wirklich aufregend! Wow, könnt ihr es glauben? Wir haben jetzt wirklich schon unseren ersten Abschluss...

halesuju am 15. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
und "zu Hause" in Vellore...
... wollten Euch auch mal einen kleinen Eindruck von unserem täglichen Anfahrtsweg zur Arbeit geben. von dem Ochsenkarren, gelenkt von Vajantha und treu gezogen von Rindi, sind wir gerade abgesprungen... hat aber nächste Woche leider Urlaub, dann werden wir wieder den College Bus boarden müssen...
... jeden Mittwoch treffen wir uns mit allen anderen internationalen studenten(?!) an der bushaltestelle,ähhh..."darlings", ein sehr gutes indisches restaurant mitten in der stadt!
... 5. November (okay, in Indien gab es ja tatsächlich eine nationale Schreibblockade...): Diwali, das hinduistische Lichterfest, das Ereignis des Jahres, fast wie Weihnachten und Sylvester in Einem... wir haben schon am Abend vorher auf dem Campus gefeiert - mit köstlichem Essen, toller indischer Tanz-Performance (Videos und unsere Kostproben folgen dann in Deutschland) und nicht-endedem Feuerwerk (vor allem laute Böller und viel Rauch)

halesuju am 14. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
und gleich weiter mit Lichtgeschwindigkeit...
... über die vietnamesische Busgeschwindigkeit können wir an dieser Stelle nur müde Lächeln...
... nach Pondicherry - ehemalige französische Kolonie, mit breiten Alleen und Tempelelefanten mitten im Stadtzentrum - eat, pray and love in Pondicherry
und dann ganz nach dem Motto: "Beam me up, Scöttiiiiii/ äääääähhhhhhhhhh Lena!" - sind wir auf dem Rückweg noch in Auroville ausgestiegen. Handelt sich um ein ehrgeiziges Projekt, über 100 Nationen in einem Dorf, geeint durch einen Gedanken, friedliches, autarkes Zusammenleben. Ob es funktioniert? Können wir leider nicht beantworten, als Touristen (sind wir natürlich nicht wirklich) darf man sich ihr Meditationszentrum aus der Ferne anschauen (goldenes Raumschiff im Hintergrund - habt ihr wenigstens kurz geglaubt, dass es sich um die neue Kulisse des indischen Star Trek III handelt?) und dann im dorfeigenen Café noch einen Schokoladenkuchen, von mindestens 1 Ecuadorianer und 1 Vietnamesen in Einigkeit gebacken...

halesuju am 14. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
geht noch komplizierter als Zugtickets...
ja! Den richtigen Bus am indischen Busbahnhof zu finden ist auch eine eigene Kunst. Aber mit freundlicher tatkräftiger Unterstützung des "Deputy Managers" (eigentlich Kaffee-Verkäufer um die Ecke) haben wir es dann in unseren schicken rot-weißen Bus nach Mamallapuram an die Ostküste geschafft.

[wer hat eigentlich beschlossen, dass Busse Fenster und Türen brauchen???]
Kleiner Ort, vor allem berühmt für seine Felshöhlenreliefe und Tempelanlage (5 Rathas) aus dem 7. Jahrhundert.
Wohl eher weniger für den atemberaubenden Badestrand (manchen Kühen gefällts... - sagt man(n)), dafür vom Strand aus sehr schöner Blick auf den Sea Shore Temple.

halesuju am 14. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Schreibblockade? in Indien??
...hmmhh,davon hätten wir doch sicher in Vellore auch gehört!?!! Aber wir müssen gestehen: Team India HATTE leichte Zeitprobleme,...da erstens viel Arbeit im OP, zweitens haben wir nebenher einen kleinen indischen "bachelor" (jetzt offiziell Bachelorettes...) gemacht und außerdem... wer rechnet denn mit solch aufwendigen Reisevorbereitungen?

[verzweifelter Versuch als einzige Frauen in der Schlange Zugtickets zu ergattern... Sitzbänke wurden nach 2 Stunden erreicht.]
Wollten ja eigentlich "nur kurz mal Zugtickets" kaufen.
Haben wir aber nach langem Warten auch bekommen, wohin? ...
halesuju am 14. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Altlasten...
Nachdem wir uns zuletzt eher ein wenig im Bereich der analogen Kommunikation verdient gemacht haben - die ersten 15 Exponate sind schon auf dem Weg nach Deutschland -, kommen jetzt ein paar überfällige Updates zum Reisebericht:
Hue
Das vorletzte Ziel unserer Reise war die ehemalige Kaiserstadt Hue. Hier hatten für immerhin 150 Jahre - bis zum Ende des 2. Weltkriegs - die letzten Kaiser Vietnams residiert , bevor sich der Norden Vietnams unabhängig gemacht hatte und die Franzosen ihren (Marionetten-)Kaiser nach Saigon umziehen ließen.
Anschließend war die Stadt - dank ihrer zentralen Lage - Schauplatz aller wesentlichen Kampfhandlungen sowohl im Befreiungskrieg (gegen Frankreich) als auch im Vietnamkrieg.
Letzteres war dann natürlich für die Bausubstanz der Stadt und insbesondere der ehemaligen Kaiserstadt - nach chinesischem Vorbild gebaut - etwas kontraproduktiv.
Hue präsentiert sich dann - abgesehen vom Zitadellenbereich der Kaiserstadt - auch eher uninteressant. Deshalb gibts von Hue auch nur Bilder von der Kaiserstadt:

(Vor den Toren der Zitadelle)

(Das Innere war erwartungsgemäß weitläufig und es wurde kräftig renoviert)

(Der Blick vom Haupttor nach Innen)

(Überblickslektüre...)
Da diese in einem Tag zu besichtigen ist, und in Hue nunmal nicht mehr los ist, gings dann weiter nach...
Ha Noi
Lächerliche 14h Stunden später waren wir auch schon dort. Die Nachtbusfahrt gestaltete sich diesmal deutlich netter, da wir (partiell) lernfähig sind und die entspannten Plätze ganz hinten oben gebucht hatten.
Ha Noi empfing uns gleich mit dem Charme einer echten Ganovenstadt, der Taxifahrer wollte uns übers Ohr hauen - so schnell haben wir bisher noch keinen Taxameter laufen gesehen -, das Hotel war -
trotz Tripadvisor Empfehlung - teuer und nicht sehr schön. Also sind wir dann schnell mal wieder ausgecheckt - der Hotelier hat auch gleich mal versucht eine ganze Nacht abzurechnen, da wir ja immerhin fast 15 min im Zimmer waren ... sie sind halt liebenswert diese Hauptstadtbewohner...
Insgesamt haben wir dann noch 3 weitere Male das Hotel (bei 5 Tagen Aufenthalt) gewechselt, was aus unserer Sicht durchaus Reiserekord bleiben darf!
Gut, Ha Noi ist zwar latent kriminell und unfreundlich, aber kann durchaus auch punkten. Das Klima ist etwas kühler als in Saigon - wir mussten zeitweise mit nur 23°C auskommen -, die Luftfeuchtigkeit ist nicht so hoch, es gibt eine Art Ersatzalster im Zentrum und jede Menge Kultur zu bestaunen. Außerdem ist alles so schön bunt des Nachts...

Den zweiten Tag unseres Aufenthalts haben wir für eine Tagestour nach Halong Bay benutzt.
Da wir die günstigste Tour weit und breit gebucht haben, waren wir dann auch die einzigen Nicht-Asiaten on the road. Was aber irgendwie auch mal ganz schön war.
Halong Bay sah dann auch tatsächlich ziemlich cool aus...

...und gab uns Gelegenheit alte Kajakfahrkünste zu reaktiveren.

Die vietnamesische Geschäftskunst lässt sich von ein wenig Wasser nicht abschrecken...

Den Abschluss der Tour bildete ein Besuch in einer der großen Höhlen, die sich in den Kalkfelsen befinden.
Am nächsten Tag war dann Kulturprogramm angesagt, wir haben
Onkel Ho besucht - naja zumindest haben wir uns das Mausoleum von außen angeschaut - und ein bischen die kommunistische Ehrengarde verärgert -sind aber auch etwas sensibel die Jungs...

(Onkel Ho's Hütte...)
Das Frauenmuseum war sehr informativ, wir haben gelernt, dass die USA im Wesentlichen gegen die Frauen Vietnams verloren haben -
hierbei wurde ausführlich aufgeführt wieviele Amerikaner, Flugzeuge, Panzer etc. von der jeweiligen Heldin getötet/vernichtet worden sind, bevor sie dann üblicherweise mit ca. 17 Jahren gestorben ist und posthum eine Ehrenmedaille bekommen hat... -

... naja, außerdem gab es schicke alte Propagandaposter...

(Nixon, Du hast Vietnam gegenüber eine Blutschuld)
...und eine zweite Ausstellung die sich mit dem heutigen Alltag der Frau in Vietnam befasst sowie die etwas komplizierten Hochzeitsbräuche erklärt.
Nächstes Mal gehts dann weiter mit dem "Hanoi Hilton" und Halong Bay in der dry-Version...
P.s.:
Schließlich wollen wir noch einen Spendenaufruf starten, um das ecuadorianische Strohfeuer in Gang zu halten und die indische Schreibblockade zu durchbrechen... ;)
piinops am 10. November 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Gegenschlag (Teil 2)
...Ausgleich?! Da lachen wir nur...

piinops am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Gegenschlag (Teil 1)
...da sind wir ja nicht so.
Allerdings mussten wir um mit der Massenproduktion Südamerikas mithalten zu können zur Kinderarbeit greifen - hinterlässt einen etwas faden Beigeschmack -

und mussten sogar selber arbeiten - ihhh, das fühlt sich aber wirklich schlecht an ;) ...
Weiter gehts mit dem Reisebericht: Heute aus
Hoi An...
Die Stadt der Schneider empfing uns nach 12h Aufenthalt im Schlafbus -
nur doof, dass diese Vietnamesen im Durchschnitt ca. 1,65m groß sind - mit strahlendem Sonnenschein.
Der vereinbarte Shuttle zum Hotel ließ zwar etwas auf sich warten, was einen immer in die Situation bringt, dass man etwa 20 Vietnamesen erklären muss, dass man
a.)
KEIN Motorbike - Hello, moto!? -,
b.)
KEIN Taxi und
c.) auch
NICHT spontan das Hotel wechseln möchte, sowie
d.) auch
NICHT sämtliche Getränke - Happy Hour! -,
die einem entgegengestreckt werden, kaufen möchte.
Erste Aufgabe in Hoi An war es -
nachdem wir uns ein Zimmer mit WLAN erkämpft hatten - den Schneider unseres Vertrauens ausfindig zu machen. Keine so leichte Aufgabe bei 300 bis 500 Schneidern vor Ort. Aber schließlich sind wir dann doch fündig geworden und haben uns ein paar nette Sachen schneidern lassen, was hier wirklich günstig ist und irgendwie auch echt
Spaß macht, da man doch eine persönlichere Beziehung zu seiner neuen Kleidung entwickelt, als das im H&M für gewöhnlich möglich ist...
Gestärkt durch ein super leckeres Frühstück im Crazy Gecko, das von einem Briten geleitet wird -
insgesamt scheint Hoi An eine kleine europäische Enklave zu sein ... den holländischen Apfelkuchen gab's gleich nebenan *jammi* - gings dann zum Strand.
Unser Ansicht nach um einiges weicher (Sandqualität) und chilliger (nicht so krass touristisch ausgebaut) als Nha Trang.

Absolut verdient nach der harten Arbeit beim Schneider ;)
Getreu dem Motto "Das Glück ist mit dem Tüchtigen" -
gut, alternativ gibts da auch noch andere Korrelationsmöglichkeiten die dem Glück zugeschrieben werden, aber die zählen hier nicht... ;) - waren wir exakt zu dem Zeitpunkt in Hoi An angekommen, an dem das Vollmondfest gefeiert wurde.
Wir saßen also gemütlich beim Essen als plötzlich das (elektrische) Licht in der Altstadt ausging und überall Lampions und Kerzen angemacht wurden. Letztere haben dann auch bald den Fluß bevölkert, da viele kleine (geschäftstüchtige) vietnamesische Mädchen Papierschiffchen mit Kerzen verkauft haben.

(An dieser Stelle gibts (nur) Lampions, da unsere Kamera irgendwie sinnvolle Bilder im Dunkeln verweigert)
Angenehm war auch, dass die Altstadt - ihres Zeichens Weltkulturerbe - abends für motorisierte Fahrzeuge gesperrt ist - Juhu! Endlich mal keine Roller...
Eine perfekte Atmosphäre für Bingo, vietnamesische Musik und natürlich *tata* chinesisches Schach...
Da wir nicht mit Paintshop und der Google Bildersuche arbeiten, hier noch ein paar
echte Tiere aus den (Asphalt-) Dschungeln von Vietnam:

(Irgendwie heimatlich und nicht so pummelig wie ein Wasserbüffel - gilt für alle gezeigten Tiere...)

(Eine Kolonie der gemütlichen vietnamesischen Kuschelkröte)

(Glückliche vietnamesische Hühner mit holländischem Flair)

(Tauchimpressionen und...)

(...Seafood - bähh...)
piinops am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
SENSATION!!!
Durch einen 6-fach-Schlag innerhalb kurzer Zeit ist der Ausgleich geschafft!!!
¡¡¡Que viva Ecuador!!!
teamecuador am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
2 Kommentare
|
kommentieren
Unsere kleine Reise zu den rosa Delfinen
Nach den coolen Tagen in Banos, wo wir uns endlich mal wie Touristen gefühlt haben und neben Vulkanwanderung auch an Radlausflug entlang der Wasserfälle unternommen haben, sind wir am nächsten Tag nach Misahuallí einem Dorf mit Affen, unfreundlichen geldgierigen Menschen und Sekundärurwald (also zivilisierter Urwald) gefahren. Dort sind wir rumgewandert und haben schon einiges an Getier und Gepflanze gesehen und a bissl im hoteleigenen Pool geplanscht (der zugegebenermaßen schon ganz cool war, der Besitzer hat sogar die Hotelbar für uns aufgemacht aber zu dem Zeitpunkt waren wir längst pleite;). In Misahuallí sagen sich wirklich Fuchs und Hase gute Nacht. Um halb neun werden die Bürgersteige hochgeklappt, nur die Golden Gate Bridge im Miniaturformat leuchtet noch in den kitschigsten Regenbogenfarben.
Obwohl alles sehr langweilig an diesem Ort war, hielten die Bewohner es anscheinende für angebracht irre Preise zu verlangen und sich auf keine Rabattdiskussionen einzulassen obwohl wir vier die einzigen Touris weit und breit waren.
Dann aber entdeckten wir diesen Sekundärurwald, der uns schon sehr beeindruckte, weil wir allerhand Früchte und Getier entdeckten.
Und da Jermaine der Legende nach Indianervorfahren hat, hat er auch einiges aufgestöbert.
Aber der Sekundärurwald war uns noch zu wenig, also haben wir einen 5-Tages-Trip in den tiefsten Dschungel, sprich Primärurwald, gebucht.
Also erst mal eine stundenlange Busfahrt nach Lago Agrio (50000 Einwohnerstadt am ENDE DER WELT, das ist schon dadurch belegt, dass es die Hauptstadt der Region ist) und vom Ende der Welt dann noch 3 Std mitm Bus und 3 Std mit dem motorisierten Kanu (ca. 40km/h – also die nächste Straße über 100km entfernt) zu einer wunderschönen Lodge. Dort wars wie im Paradies mit Hängematten und guter Verpflegung und kleinen Hütten zu zweit.
Nachts hat man sich bei Kerzenschein die Zähne geputzt und die erste Nacht war schon komisch mit all den Dschungelgeräuschen und dem Geraschel im Gebüsch.
Am ersten Abend stand gleich eine Nachtwanderung in den Dschungel an (DANKE für das tolle Geschenk der Stirnlampe, die wir schon oft gebraucht haben!). Der Amazonas beherbergt die größte Tierartenvielfalt auf engem Raum, was wir in Ansätzen schon zu spüren bekamen.
Wir hatten den Luxus die ersten zwei Tage zu viert als Gruppe zu sein,
(was toll war, denn z. T. sind die Gruppen doppelt so groß) und während die ersten beiden gemeinsam mit dem Guide Andrés gerade einen Skorpion (not poisonous!) entdeckten, erschraken die letzten zwei über eine Schlange die sich den Baum raufwand und noch ein paar Meter weiter gabs Riesenspinnen, Termiten, Stabheuschrecken, Blattschneideameisen, Frösche, die sich als vertrocknetes Laub tarnten, und am Ende der Tour auch noch Fledermäuse über unseren Köpfen. Hört sich schlimm an, wars auch ;)
Der Amazonas Trip stellte sich als anstrengender als gedacht heraus, weil wir ein paarmal um 6 aufstehen mussten um Papageien und Vögel vom Boot aus zu beobachten! Danach gabs erst Frühstück!! Und leider war unser Andrés wirklich sehr unecuadorianisch, und war immer pünktlich…
Nach dem Frühstück trauten wir uns fast nicht von unseren Tellern hochschauen denn unsere Befürchtungen wurden wahr, unser Guide hatte schon wieder Gummistiefel an!!!
Es ging also wieder mit der Machete durch das Dickicht und durch unermüdliches Erklären machte er uns zu kleinen Experten was das imitieren von Tierrufen angeht (der Brüllaffe, den man morgens hörte, wurde unser Lieblingstier)
Vor allem Jermaine und Julia wurden vom Urwald gezeichnet, Julia bekam neben den Moskitostichen und der Sandflie-Plage, die alle betraf, noch zwei Bienenstiche von großen schwarzen Wespen ab.
Heimtückisch hatte die Wespe Julia in der Hängematte erwischt, sie ist gleich noch mit dem halben Tier im Arm zum Eingeborenen und hatte sowas wie eine professionelle Hilfe erwartet, aber da er nur mit dreckigen Händen an der Einstichstelle rumpatschte, endschied ich mich zur Selbsttherapie. Die Guide beruhigten mich dass alles ganz harmlos sei und da nichts passiert, obwohl ihr der Arm erstmal gscheid wehtat. Als sie noch einer Stunde plötzlich tränenende Augen hatte, meinte Andrés dann nur gut gelaunt, hm, it´s ok, probably you´ll get fever at night, but it´s ok. Tomorow fine. AAAhhhh….
Fieber hatte sie dann doch keins, und ihre drei (Ben, Jessie und Jermaine) haben sich ganz lieb um sie gekümmert.
Am nächsten Tag war dann gleich der nächste dran: Piranha-Fischen stand auf dem Tagesplan. Jermaine hat sogar einen gefangen, der Slowene vorne im Boot leider auch eine andere Sorte Fisch, er landete in Jermaines Schulter, und bohrte sich mit seinen Stacheln in die Haut. Die gute Nachricht („not poisonous!“) schmälerte nicht die schlechte (“maybe the spine is still inside“) und ließ Jessie a bissl übel werden.
Irgendwie haben wir das dann aber auch gemanagt, Stachel war doch nicht drin und Desinfektionsmittel etc. hatten wir ja alles dabei und Jermaine ist auch ohne Fieber durchs Dschungelabenteuer gekommen;)
Piranha-Fischen haben wir trotzdem nicht mehr versucht;)
Stattdessen erwartete uns unser Highlight am vierten Tag: die rosa Delfine, die es nur im Amazonas gibt!
Ein Auszug an Tieren die wir gesehen haben: Tucane, Aras (rot, gelb, grün), prähistorische Vögel (so Art Rebhühner), Fledermäuse (fruit eating bat), Kaimane, die wir mit Hühnchen gefüttert haben, sich sonnende Schildkrötenfamilien, Spinnen aller Art und Größe, Spinnen, Spinnen, Spinnen, Heuschrecken, Frösche, Schlangen (groß, klein, giftig, ungiftig, zu Wasser und zu Land, die große war ca. 2-3 Meter), ein seltener Skorpion, verschiedene Affen wie Pocket monkey, Weißbartaffen, Wellensittiche, Schmetterlinge in vielen Farben und in großen Schwärmen, (teilweise waren die Schmetterlinge fast durchsichtig) Insekten aller Farben und Formen (z.B. 20 cm-Stabheuschrecke), eine Art Riesenhamster (Paca) und natürlich das Highlight: rosarote Amazonasdelphine, die sich zu dritt am vorletzten Tag endlich zeigten! Dazwischen immer chillen in den Hängematten und bekocht werden (sehr lecker!).
Das Wetter war durchweg super, tropisch heiß halt, aber entgegen unserer Meinung regnet es da mitnichten jeden Tag. Nur am Rückweg haben wir dann kennengelernt, warum der Regenwald REGENwald heißt. 3 Stunden im Kanu bei einem Regen, wie man ihn in Deutschland einmal im Jahr erlebt, hat uns trotz Regen-Ponchos und verschiedenen Trockenbleibstrategien völligst durchnässt. Krass! Dann wieder 3 Std Bus bis Lago Agrio und danach 5 Std bis zu heißen Thermalquellen, die wir angesichts des Wetters als völlig essentiell neu einplanen mussten. Das haben wir dann doch nochmal gebraucht. Schon ein interessantes Erlebnis innerhalb weniger Stunden von ca. 200m und 30 Grad auf 3300m und 10 Grad aufzusteigen (oder ist das eher ein Abstieg?) Dort sind wir dann noch einen Nacht geblieben, haben das Superresort gescheid runtergehandelt (ging wahrscheinlich weil wir so wild aussahen;) und uns in die drei heißen Becken geflätzt. Ein toller Urlaub im Urlaub!

teamecuador am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Und dazwischen auch mal Partys
Trotzdem konnten wir zum Glück schon ein paarmal richtig toll weggehen im Weggehviertel La Mariscale, begleitet von Leuten aus der Sprachschule und meinen einheimischen PJler-Amigos, die immer schnell gecheckt hatten wo sich wieder die nächste Schlägerei auf offener Strasse ankündigt und uns schnell in die nächste Disko gezerrt haben. Weggehen ist in Ecuador relativ schnell vorbei, um 2.00 ist alles dichtgemacht. Wenn man aber bedenkt dass man schon um 9 Uhr abends volle Diskos und Kneipen vorfindet, geht’s auch wieder.
Das nächste mal weg waren wir dann in Banios, einem Ort mit heissen Thermalquellen und wunderschöner Natur südlich von Quito.
Dort haben wir das darauffolgende Wochenende legendäre Mojitos und Caipis probiert, und tagsüber eine laaange Wanderung gemacht um den aktiven Vulkan Tungarahua zu sehen, bevor wir uns zu viert mit Jessie und Jermaine, unseren neuen witzigen Kumpanen, auf unsere Dschungelexpedition
ins Cuyabeno Reservat begaben, an der Grenze zu Kolumbien und Peru, -- 3 Pickup- und weitere 3 Boots-Stunden von der Stadt Lago Agrio entfernt- was echt auch schon am Ende der Welt ist. Aber fangen wir von vorne an.
teamecuador am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Politik in Ecuador
Mit Correa, dem ecuadorianischen Präsident hat sich angeblich die Zahl der Unfälle reduziert, da er Alkohol am Sonntag verbietet.
Überhaupt scheint Herr Correa relativ ok zu sein, er hat politisch das Militär hinter sich, dem man hier mehr trauen kann als der Polizei. Diese wollte ihn auch vor ein paar Wochen wie gesagt stürzen und hielt ihn im Polizeikrankenhaus fest, da er bei den Beamten Lohnkürzungen vorhatte. Das Ganze gipfelte in einer Schießerei am selben Abend, wo wir am Fernsehen live verfolgten, was ein paar Kilometer weiter geschah und die leider 10 Todesopfer forderte. IN Ecuador wurde für eine Woche der Notstand ausgerufen, wir blieben den folgenden Tag sicherheitshalber zu Hause, Schule fiel aus, aber nach ein paar Tagen war alles wieder business as usual, bis auf die Fahne auf Halbmast an der Plaza in der Stadt und die bis an die Zähne bewaffneten Militärs überall auf größeren Plätzen.
Von einem Spanier aus Zaragoza, den wir auf unserer Dschungelreise kennengelernt haben, haben wir erfahren, dass er in einen Busunfall in der Nähe der Küste verwickelt war (wegen schlafendem Fahrer war der Bus einfach umgekippt!) und die angerückte Polizei hat zum Teil sogar noch Gepäckstücke geklaut!! Die Polizei gilt in der Bevölkerung schon als ziemlich korrupt.. Überhaupt wird alles was man irgendwo liegen lässt sehr schnell mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geklaut. So viel zur Sicherheitslage hier. Inzwischen hat das Militär grad mehr zu sagen, was beruhigend ist, aber nachts kann man in der Stadt nicht rumlaufen, und die Nacht beginnt leider schon sehr früh- um halb sieben! AAAAH!!
teamecuador am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Emergencias im Hospital Eugenio Espejo
In der Notaufnahme geht’s auch ordentlich rund, im Prinzip ist es wie in Chicago im Emergency Room, alles passiert hier so Schlag auf Schlag dass man sich des öfteren wirklich wie im Film vorkommt. Hier kann man am Studentenunterricht am Krankenbett teilnehmen mit einem seehr alten seeehr weisen Doctor, viele viele ecuadorianische PJler kennenlernen, über die neue Beziehung der ausländischen PJlerin mit einem Quiteno informiert werden, Patienten aufnehmen, Angehörige beruhigen, Schussverletzungen behandeln, üble Geschwüre betrachten, große Röntgenaufnahmen mit massiven Verletzungen gegen das Licht halten, Verletzungen nach Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel Quitos verbinden, Angehörige zum Medikamentenkauf schicken, Wunden nähen, Fernsehschauen im zentralen Stützpunkt mitten in der Notaufnahme, der auch den Patienten das Zuschauen erlaubt, Patienten mit Appedizitis oder den hier anscheinend häufigen Sub- und Epiduralblutungen in den Not-OP schieben-- und das alles zur gleichen Zeit!
Kein Wunder dass die Zeit schnell vergeht, vor allem wenn ich mal ab und zu nachts arbeite. Das gute an meinem PJ hier ist, dass ich wirklich seeehr frei bin, was meine Arbeitszeiten angeht. Deshalb bin ich immer nur den halben Tag da und lerne und sehe in der Zeit, was mich interessiert ohne blöd in der Gegend rumzustehen.
Der Unterricht, in den ich hier freiwillig geh(!), ist auch immer recht gut, also theoretisch hätten es die ecuadorianischen Ärzte durchaus drauf. Praktisch fehlt es an allem, Medikamente, schnelle Diagnostik (da wartet ein Polytrauma- Patient schon mal 2 Stunden auf sein CT…Und bekommt auch keine Sedierung, was bedeutet, dass er wie ein Irrer an seiner Halskrause zerren kann und fast von der Liege fällt!!) und – ja es fehlt sogar an Handschuhen! Ich wurde tatsächlich schon mal von einer Krankenschwester zurechtgewiesen, warum ich mir denn bitte schon wieder neue Handschuhe hole, dabei war der Patient ein 15jähriger wütender Junge im Durchgang der ohne Führerschein und Helm, dafür aber mit Alkohol Moped gefahren war und entsprechend aussah und wild um sich schlug.
Ausserdem ist das Krankenhaus hier der reinste Flirt hot spot! Hier wird jeder und alles angetatscht, sofern wer nicht ganz abgeneigt ist. Hab den grossen Ben zur Abschreckung schon mal mitgebracht ;) Vor Deutschen haben Ecuadorianer (laut Einzelmeinung von einem juengeren Arzt) sowieso etwas Respekt, schliesslich gabs da mal boese Nazis!
Insgesamt ists immer sehr abwechslungsreich fuer mich im Krankenhaus mit spektakulaeren Roentgenbildern (Riesenherz bei der hier endemischen Chagas-Krankheit, Pneus ohne Ende, und heute z.B. eine Zwerchfellhernie, bei der sich Bauchorgane soweit vorschuben, dass die linke Lunge und das Herz total verdraengt waren.. etc.), mit lustigen Pausen mit den anderen Pjlern auf der Dachterasse bei tollem Blick ueber die ganze Stadt. Und weil hier alle so langsam arbeiten, ist es wie bei einer Fernsehserie zuzuschauen: man kann jederzeit wieder einsteigen und kommt noch immer gut mit hihih ;))
teamecuador am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Sprachschule
Ben hatte viel mit Arturo, seinem Spanischlehrer, zu besprechen und auf diese Art sehr viel Insiderwissen erfahren, z.B. über die unübersichtlich vielen privaten und sehr teuren Unis, Reisetipps und dass bald der nächste Halbmarathon ansteht, hier in Quito auf 2.800 Metern.
teamecuador am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Hallo Ihr Lieben,
nach genau vier Wochen hier unser erster Blogeintrag.. tut uns sehr leid aber es gab viel zu erleben und der ecuadorianische Müßiggang ist sehr ansteckend ;)
Nach turbulenten ersten Tagen (Ben für 5 Tage ohne Gepäck, jemand anderes als geplant holt uns vom Flughafen ab und wir bekommen ein neues Zuhause, unser erster Putschversuch, lustiges Bücherkaufen (meine „Spende“ fürs Hospital, anlässlich der Erlaubnis dort PJ machen zu dürfen) neben brennenden Reifen und meuternden Polizisten, amerikanische BBC Party im Loft mit 360 Grad Rundumaussicht und eigenem Tennisplatz, et c etc etc pp) haben wir uns im Sprachkurs und in der Arbeit in der Notaufnahme gut eingelebt.
Von einem kleinen Ausflug in die Hoehe auf den Hausberg ohne Akklimatisierung erzaehlen folgende Bilder...

teamecuador am 29. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Vietnamesisches Potpourri (Teil 1)
Unser Rundtrip hat uns nach der Abreise aus Da Lat zuerst in die Touristenhochburg Nha Trang verschlagen, wo wir zwei Tage verbracht haben. Nha Trang steht unter dem Verdacht, den schönsten Strand Vietnams zu haben - würden wir vielleicht anzweifeln - und den längsten Strandabschnitt - geht klar ;).
Der Lonely Planet hatte vor hoher Kriminalität bis hin zu nächtlichen Elektroschockerübergriffen am Strand - erst den Touristen grillen, dann erleichtern - gewarnt. Das war aber zum Glück kein Thema während unseres Aufenthalts, da es um 18.00 Uhr dunkel wird, endete unser Strandtag jeweils mit dem Einbruch der Nacht.
(Anmerkung: "dunkel wird" meint in Vietnam, dass es quasi instantan dunkel ist, es gibt nur einen sehr kurzen Zeitraum, in dem Dämmerung herrscht.)
Das südliche chinesische Meer (scM) - man kann es lieb gewinnen - zeigte sich zwar gewohnt stürmisch, so dass von der schicken türkisblauen Traummeerfärbung nicht viel zu sehen war, aber dafür gab es wohltemperierte Wellen satt.
Der etwas aufbrausende Charakter vom scM und die Tatsache, dass unsere Tauchorganisation auf Emails nicht antwortet - ohne Tauchschein, darf man nur bis zu 8m tauchen - hat uns davon abgehalten, tiefergehende Untersuchungen am scM vorzunehmen.
Last but not least hat Pierre sich hier auch (endlich) ein chinesisches Schachbrett gekauft - in Vietnam spielt NIEMAND internationales Schach, sondern alle Xiangqi - was die Grundlage bildete für kommende Niederlagen (vorerst)...
Außerdem haben wir natürlich viele schicke Pagoden gesehen, sind auf Felsen rumgekrackselt, haben bei einem katholischen Gottesdienst zugeschaut - am Sonntag schieben die jede Woche 5 davon durch - und unverschämt gut gegessen (as usual).
Die vietnamesischen Kirchen sehen sowieso sehr witzig aus, da alles (z.B. ein dezenter (grell) blauer Heiligenschein für Jesus) hübsch mit Neonfarben beleuchtet wird.
To be continued...
piinops am 25. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Da Lat calling...
...naja stimmt nicht mehr so ganz ... eigentlich sind wir schon am Strand in Nha Trang und lassen uns - schon wieder - die Sonne auf den Bauch scheinen...
Trotzdem jetzt erstmal ein paar Eindrücke aus Da Lat, wo wir eine Motorradtour mit sogenannten "Easy Ridern" gemacht haben.
Dabei haben wir Blumen- und Kaffeeplantagen besichtigt,
eine Seidenproduktionsstelle angeschaut,
sind um einen Wasserfall herumgekrakzelt
und haben schließlich Heimatland erreicht, das ""Crazy House"...
Sehr schick war auch die anschließende Fahrt von Da Lat nach Nha Trang, während der wir gefühlt 2000 Höhenmeter überwunden haben und einen beeindruckenden Blick auf Wasserfälle und unendliche Weiten Dschungel genießen durften...
Den Frontbericht aus einem vietnamesischen Friseursalon und weitere spannende Details zu unserer Zeit in Nha Trang gibts denn beim nächsten Mal!
(Komplett flaming-freier Post, obwohl Ecuador
immer noch nicht in die Puschen gekommen ist...)
piinops am 19. Oktober 10
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren