Cheapest price in town...
...war unsere Tour ins Mekong-Delta nach genauer Analyse dann doch nicht, aber egal im Endeffekt gilt ja doch wieder der Grundsatz "same same" und dann passt es schon...
Unser erster Halt war das auch als „Tor zum Mekong Delta“ bekannte
My Tho, das uns bei bedecktem Himmel mit einem eher verschlafenen Floating Market
– hier das schwimmende Metro Äquivalent für den Großhändler – empfing. Interessanter war dann schon die Reisweinherstellung und das Probieren des gepimpten Reisweins mit Schlangenzugabe („It’s good for the tail“). Glücklicherweise wird das Gift durch den Alkohol neutralisiert…

(Nicht lecker, aber zumindest nicht tödlich…)
Um unser Mittagessen zu bekommen mussten wir dann nach gemütlichem Schippern auf den Seitenarmen des Mekong River nochmal richtig arbeiten…

und auch nachdem Essen war die Schufterei nicht zu Ende…

( Hier wird brav gekreuzt… )
[100% ungestellte Fotos, nicht dass der Verdacht aufkommt, wir würden hier nur Urlaub machen… ;) ]
Ein paar Flusskilometer später, erst per Paddelboot und dann mit dem üblichen Touristenkreuzer, erreichten wir Vinh Long, wo uns vor allem der Markt beeindrucken konnte. Ein fließender Übergang von Obst zu Müll:

(Gibt’s auf die äußeren Wurzeln Rabatt?!)
Fix ging es mit dem Bus weiter nach
Can Tho, der mit 330000 Einwohnern größten Stadt des Mekong-Deltas. Das Hotel rangiert zwar weit oben in unserer Rangliste der miesesten Absteigen in Vietnam
– streng genommen auf Platz 2, nur geschlagen von der schwimmenden Touristenfalle in der wir die nächste Nacht verbringen sollten - , war aber im Tourpreis inbegriffen und hatte zumindest WLAN und ein sauberes Fernsehprogramm.
Can Tho selber ist eine hübsche Stadt, die – wenig überraschend – direkt am Ufer des Mekong River liegt und die schönste Promenade besitzt, die wir bisher in Vietnam zu Gesicht bekommen haben. Nun ein paar Schnappschüsse von der Stadt inklusive dem deutlich belebteren Floating Market.

(Original und Fälschung)

(Frühstück um 6.30 Uhr am Mekong River. Diese Tour ist kein Wellness Urlaub…)

(Bananen verkaufen statt Schule. Hoffentlich ist das nur ein Praktikum…)

(Mitten im Floating Market)
Aus der Kategorie „Was wir an Vietnam vermissen werden…“, heute:

(
Ananas am Stil)
Interessant war auch der anschließende Besuch in der Reisnudelproduktion. Reisnudeln gibt’s in Vietnam den ganzen Tag über in allen möglichen Variationen, vorzugsweise in
Phò´ - Pha ausgesprochen, sonst wird man mitleidig angeschaut –, wobei es sich um eine würziges Süppchen handelt das oft Fleisch- und/oder Fisch enthält und das wichtigste vietnamesische Grundnahrungsmittel darstellt.

(Reispapier beim Trocknen. Dieses wird später zu Reisnudeln zerschnitten.)
Nebenbei: Vietnam ist – bzw. war – zweitgrößter Reisexporteur der Welt, da es Thailand dieses Jahr etwas „stürmisch“ erwischt hat
- wie unser Guide glücklich erzählte - ist Vietnam nun auf dem geteilten ersten Platz…
Letzter Halt unseres Mekong Trips war
Chau Doc, das direkt an der kambodschanischen Grenze liegt und Heimatort verschiedener Minderheiten – Cham, Khmer, … - ist. Wir haben dann auch eine Siedlung der Cham besucht, die ursprünglich aus dem Hochland in der Mitte Vietnams stammen und zu der Minorität der Islamanhänger in Vietnam gehören.

(Ein Cham Fischer bei der Arbeit)
Ein nettes Detail ist, dass jeder Mann bis zu vier Frauen haben darf, bei der Hochzeit aber all seinen Besitz an die Familie(n) der Frau(en) abgibt, für diese Arbeiten und den Namen der Frau(en) annehmen muss. Ich bin mir nicht sicher, ob das Spaß macht…

(Blick aus unserem Floating Wrack durch das (essentiell notwendige) Mückennetz auf den Sonnenaufgang)
Unsere Tour endete mit einer Schifffahrt auf dem Mekong River, der an dieser Stelle ziemlich imposant breit ist. Und da für Sonne(n) und –deck gesorgt war, gab‘s nichts zu meckern, bloß die achtstündige Busfahrt im Anschluss war etwas lang …

(Unser Plätzchen auf dem Sonnendeck)

(Rückblickend war es eine schöne Tour…)
Nachdem Abenteuer Seafood wollten wir diesmal in anderen – konkret: süßeren – Gewässern fischen und haben Froschschenkeln eine Chance gegeben.
(@Benni: Auch Froschschenkel können bei dieser Dekorierung abstinken…)

(Fazit: Tastes like chicken … bloß ein bisschen zäh)
Next stop:
Big mouse