Sonntag, 19. Dezember 2010
Sommer, Sonne, Sonnenschein...
...was könnt schöner sein?
Legitime Antworten auf diese (zitierte) Frage (aus dem Medizinbereich) referieren momentan nicht auf Deutschland. Macht nix, das wird bestimmt noch bis Weihnachten...

Wir haben uns also ganz konservativ für das Sonnenpackage entschieden und uns auf den Weg nach Phu Quoc gemacht. Diese kleine Palmeninsel misst etwa 40 km in der Länge und 16 km in der Breite und ist damit Vietnams größte Insel. Der Flug von Saigon dauert je nachdem ob man ein Flugzeug mit Turbine (Hinflug) oder Propeller (Rückflug) fliegt zwischen 35 und 60 Minuten.

Da wir ja noch Kambodscha und Malaysia unsicher machen wollen, haben wir uns dann mal entschieden nur 5 Tage Strandurlaub zu machen. Das passte auch ganz gut, obwohl wir nun nicht mehr dazu gekommen sind, den Norden der Insel, der nun seit einigen Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt ist und von daher schön dschungelig ist, unsicher zu machen.

Nach der Ankunft haben wir es uns erstmal am Strand gemüddelich gemacht, wobei zu so später Stunde ein Eingriff in den (germanischen) Liegenkampf - Liegen waren etwas rar, vor allem Auflagen - nicht mehr wirklich möglich war, aber Sonne gabs ja immerhin satt.


(Es sieht so friedlich aus, denn nun ist alles - für den ganzen Tag - reserviert...)

Am zweiten Tag haben wir uns dann mal unsere Taucherbrillen und Schnorchel geschnappt und das nächstgelegene Riff angeschaut. Das war so lala: relativ viele Fische, miese Sicht, Pflanzen wirkten etwas müde, Einsiedlerkrebs wollte nicht aus unserer Muschel, Sonnencreme hat leider versagt...

Da wir nun schön rot am Rücken waren und zusätzlich mein Hühnchen am Vorabend wohl nicht ganz koscher gewesen ist, haben wir uns am dritten Tag überlegt, nicht am frühmorgendlichen Reservierungskontest teilzunehmen und lieber einen schönen Bungalow Tag zu machen - da ist auch die Toilette nicht so weit...
Zum Glück gings dann abends schon wieder besser und einem Spaziergang am Strand stand nichts im Weg.

Aus moralischen Gründen haben wir dann auch am 4. Tag die Liegen Liegen sein lassen und lieber ein bombastisches Frühstück im nahe gelegenen Luxus Resort zu uns genommen um im Anschluß die Insel per Motorbike zu erforschen. Meine solide Roller-Ausbildung - einmal ein paar Minuten auf dem Roller meines Onkels - sollte uns dabei wenig stören, denn so ein Automatik Roller hat glücklicherweise die Dynamik eines modernen Rasenmähers, Gas geben und Bremsen und am besten nirgendwo gegen fahren.


(On the road...)

Die Phu Quoc Insel ist auf jeden Fall super zum Fahren üben, da es im Wesentlichen nur ein paar andere Motorbikes und ab und zu mal einen Laster gibt. Die Straßen sind sandig, aber schön breit und ab und zu sind ein paar Gimmicks eingebaut damit es nicht langweilig wird:


(Kuhblockade)


(Solide Brücke)

Nach 5h Motorbike fahren haben wir es dann gerade noch pünktlich zum Sonnenuntergang zum Strand geschafft um ein paar prollige Fotos zu machen:


(Sonnenuntergang ohne Handstand...)


(und mit... - Übergepäck ist später mit Paintshop hinzugefügt worden :) )

Am nächsten Tag gings dann wieder nach Hause nach Saigon, wo wir (genauso wie bei unseren nächsten beiden Kurzaufenthalten in Saigon) bei Marianne - Dankeschön! - Coachsurfen. Auf jeden Fall ein tolles Konzept, wen's interessiert, einfach mal den Link anschauen!

Next Stop: Angkor