Dienstag, 28. Dezember 2010
Niveaulimbo...
...in Angkor.
Da es für einen seriösen Post über Angkor eigentlich schon zu spät ist, tritt an dessen Stelle das hier...

Unser Angkor-Tag begann um 4.15 Uhr mit dem Aufstehen, da wir gern Angkor Wat - was Stadt, die ein Tempel ist bedeutet - während des Sonnenaufgangs bestaunen wollten. Unser TukTuk-Fahrer - TukTuks sind das beste auf der Welt, urgemüddelich - hat uns dann auch brav um 4.30 Uhr abgeholt und zu den Tempeln gebracht.

Also warteten wir zusammen mit ca. 400 anderen Schlaubergern auf den Sonnenaufgang. Aber Pustekuchen, der war aufgrund der geschlossenen Wolkendecke heute leider defekt. Aber egal, Kaffee und schicke Fotos gabs ja trotzdem...


(Sonnenaufgangssubstitution)

...und schon waren wir wieder im TukTuk mit Kurs auf Angkor Thom.


(Restaurationsarbeiten)


(Unser TukTuk samt Fahrer)

Der Bayon Tempel war unsere erste Station in den Mauern von Angkor Thom, sehr imposant, da Avalokiteshvara - der kleine Bösewicht - auf 54 Türmchen jeweils viermal abgebildet ist und somit 216 Gesichter den doofen Touristen auf Schritt und Tritt begleiten.


(Was guckst Du?!)


(Verlesung der heiligen Schrift)


(Tempel aus Optimalperspektive nach professioneller Einweisung durch unseren TukTuk-Fahrer)

Auch schön war die nebenan stattfindende vormilitärische Übung für kambodschanische Schüler. Ungefähr 1000 Schüler, die mit Stöcken statt Gewehren – immerhin! – Salutieren und Marschieren üben, sicherlich auch eine großartige Beschäftigungstherapie für Freistunden... :)


(Pfadfinderromantik...)

Danach wurde Phimeanakas noch erfolgreich beturnt und anschließend die Terrasse des Leprakönigs unsicher gemacht.


(Päuschen auf der “verbotenen“ Seite von Phimeanakas)


(Nein, uns ist nicht langweilig...)

Und noch eine unerwartete Begegnung...


(Es kratzt ja auch wirklich...)

Wenige Tempel später erreichten wir die Hauptspielwiese von Lara Croft, den Waldtempel Ta Prohm.


(Und noch eine glückliche, symbiotische Beziehung...)


(Posen vor dem Larabäumchen)

Also haben wir es uns auch nicht nehmen lassen à la Jolie und Van Damme eine eigene Kampfszene zu drehen. Nagut, der Ausgang war vielleicht vorhersehbar, aber meine Zeit wird kommen! Ok, ok, glaub ich ja auch nicht... :)


(Feinstes Handgemenge...)


(Noch ist nichts entschieden...)


(Nagut, remis?!)

Nach Ta Prohm, das touristisch mindestens so überlaufen ist wie Angkor Wat, haben wir dann den äußerst gemüddelichen (und quasi menschenleeren) Banteay Kdei besucht. Auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn ich die Garudas (Vogelmenschen) am Eingangstor auch nach eingehender Suche nicht finden konnte.


(Ein ruhiges Plätzchen in der Nähe von Ta Prohm)

Irgendwann wurde unser TukTuk-Fahrer immer nervöser, da wir nicht wie andere Touris zurück ins Hotel wollten für die Mittagspause Also hat er uns zwei Tempel später an einem – zugegebenermaßen sehr netten – Restaurant abgeladen um doch noch seine verdiente Mittagspause zu bekommen.

Der Nachmittag gehörte dann hauptsächlich Angkor Wat und seinen Wandreliefen, die inhaltlich nicht zu kompliziert sind:
1.) Gott mit RIESEN Armee bekriegt sich mit Dämon mit etwas kleinerer Armee.
2.) Gott gewinnt und...
a. Befreit Frau.
b. Begnadigt Dämon.
c. Erringt irgendetwas Großartiges.
Die Leute früher wussten also schon was gut ist!

Problematisch wurde es dann noch mal mit der Zeit, da 2h nicht übertrieben viel sind für Angkor Wat. Und man den Sonnenuntergang nun mal am besten woanders anschaut. Aber dank dem mutigen Einsatz unseres (nervösen) TukTuk-Fahrers und einer sauberen Überholperformance am Hügel zum Ta Prahm Kel gabs doch noch nen schicken Sonnenuntergang.


Fazit
13 Stunden (in Angkor) und 850 Fotos später würde ich sagen, 2-3 Tage Aufenthalt ist auch nicht schlecht um sich die Tempel anzuschauen...

Bilderrätsel

(Irgendetwas ist anders, aber was?)

Next Stop: Malaysia