Sonntag, 9. Januar 2011
Chinatown...
Unser Besuch bei KC in Malaysia hat uns zuerst in KC's Heimat Malakka geführt. Malakka ist einer der kleineren malaysischen Bundesstaaten im Süden Malaysias mit der gleichnamigen Hauptstadt Malakka.

Etwa die Hälfte der 700.000 Malakkaner wohnt in der Hauptstadt, die nacheinander unter portugiesischer, holländischer und englischer Herrschaft gestanden hat, bevor Malaysia 1963 unabhängig geworden ist.

War Malakka einstmals ein begehrter Hafen für den europäisch-asiatischen Handel, ist es jetzt eher eine Touristenhochburg, die von vielen Malaysiern, Indonesiern und Singapurern bereist wird.
Es lohnt sich ja auch, immerhin ist der Laden Weltkulturerbe, und die vielen verschiedenen Kulturen - sowohl aktuelle als auch vergangene - haben die Stadt in ansehnlicher Weise geprägt.


(Das ist selbst für asiatische Verhältnisse farbenfroh und verfügt über tolle Soundeffekte...)


(St. Francis Xavier, der seit 400 Jahren geduldig (und einhändig) vor St.Pauls Kirche steht)

Außerdem gibt's direkt vor der Tür die Möglichkeit kultivierten Regenwald zu begehen, dabei Affen zu ärgern und das dauerhafte Gezirpe unter dem Blätterdach auf sich wirken zu lassen. Mini KC und wir waren beeindruckt, der Rest der Reisegruppe sah das gelassener.


(Spielplatz im Dschungel)

Wir haben uns dann noch Little Malaysia angeschaut, wo man Nachbauten von traditionellen malaysischen Hütten begucken konnte. Besonders beeindruckend war die Variante "Hütte-die-ein-Dorf-ist", die auch heute noch im Osten Malaysias zum Einsatz kommt.


(Normalerweise noch größer, aber es soll ja auch ein ganzes Dorf reinpassen...)

So, der Reptilienzoo soll auch nicht vergessen werden, immerhin haben wir ein paar interessante Funde gemacht:


(Ich mag Krokodile einfach...)


(Der seltene Kuschelschlangenstil, furchteinflößend...)

Unsere Hauptmission in Malaysia war aber die Terminierung von Essen, man muss dazu wissen, dass die malaysischen Chinesen gerne und viel essen, normalerweise zwischen 4 und 6 Mahlzeiten am Tag.

Wir hatten also die Gelegenheit die Creme de la Creme der chinesischen Restaurants in Malakka mit KC auszuprobieren und können aufrichtig behaupten, dass wir niemals in unserem Leben so satt waren, wie nach 2 Tagen Malakka… :)
Hervorzuheben ist sicherlich das Satay beim dem man verschiedene Fleisch-, Fisch- und Gemüsesorten an Holzstäbchen in eine scharfe Erdnusssoße dippt und in dieser kochen lässt. Quasi Fondue für Fortgeschrittene…


(Weiß schon, man soll nicht mit Essen spielen…)

So, mit wohlgefüllten Bäuchen ging es dann nach zwei Tagen weiter nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Wo wir uns erst mal eine Hindupilgerstätte - die Batu Caves - angeschaut haben.

Bisher hatte ich das ein wenig vergessen darauf hinzuweisen, aber einer der tollen Punkte an Malaysia ist, dass die drei großen ethnischen Minderheiten Hindus (Indern), Buddhisten (Chinesen) und Moslems (urstämmige Malaysier) relativ friedlich miteinander leben und auch ihre Tempel in direkter Nachbarschaft stehen.

Gut, die malaysische Regierung hat wohl in den letzten 15 Jahren Gesetze verhängt, die Malaysiern das Leben leichter machen und allen anderen etwas schwieriger, aber für eine kompetente, quasi objektive Meinung zu diesem Thema solltet ihr KC befragen…


(Wir und die riesige hinduistische Göttin)


(Hinduistische Homoerotik auf 272 Stufen – letzteres durch mehrmaliges Zählen sichergestellt …)

Kuala Lumpur selber geizt dann nicht mit Wolkenkratzern und Megamalls und bildete insofern einen hübsch zivilisierten Kontrast zu Vietnam und Kambodscha. Auf der Autobahn mussten wir fast weinen, als KC auf mehr als 100km/h beschleunigte, aber ein Leben ohne Rollerhupen ist natürlich nicht wirklich lebenswert…


(Der rechte Petronas Tower)


(Blick vom KL-Tower über die Stadt)
In Chinatown ist dann alles wieder etwas gemütlicher und nachts – ich liebe Asien – einfach so schön bunt…


(Erst blau…)


(...dann rot… - natürlich nur eine kleine Auswahl!)

Nachdem wir am nächsten Tag noch eine chinesische Teezeremonie mitgemacht haben, hieß es dann schon wieder zurück zum Flughafen. Auf dem Weg haben wir noch Putrajaya besucht, wohin die Malaysier für ein paar Moneten ihren Regierungsbezirk outgesourced haben.


(Rather beeindruckend…)

Wir haben noch die Putra Moschee besucht, viel über das muslimische Sexualleben gelernt und eine kostenlose Koranübersetzung abgegriffen. Außerdem gab es schicke Gewänder, die durften wir aber leider nicht mitnehmen, obwohl ich mich dran gewöhnen könnte…


(Kurz vor den Toren von Mordor…)


(Dieser Hobbit führt was im Schilde…)

Ingesamt war es in Malaysia total toll, KC hat uns super nett aufgenommen und bewirtet. Das Land ist schön, natürlich ist das Leben nicht so günstig wie in Vietnam oder Kambodscha, aber dafür hat man ordentliche Straßen und Leute die von der Existenz von Verkehrsregeln bereits mal gehört haben.


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